Egal ob Wohnsiedlungen, Supermärkte, Restaurants, Flughäfen, historische Altstädte, Kongresszentren, Krankenhäuser oder Hafenanlagen: Wenn eine normale Kanalisation in Gebäuden, Wohngebieten, Straßen oder Naturschutzgebieten nur sehr teuer zu verwirklichen ist, hilft eine alternative Technologie: die Vakuum-Sanitärtechnik. Die in der Investition anfangs teureren Systeme arbeiten mit Unterdruck und bieten spannende Vorteile: Die Rohrdurchmesser sind geringer, die auszuhebenden Gräben sind weniger tief und breit, und es können keine Kontaminationen in die Umwelt gelangen. Hinzu kommt: Die Systeme sind langlebiger, selbst reinigend und es wird weniger Wasser benötigt. Die technische Lösung rechnet sich unter dem Strich in vielen Fällen.

Seit über 40 Jahren bietet die Aqseptence Group GmbH als Markt- und Technologieführer diese besondere Form der Vakuumtechnik auf dem Weltmarkt an. Das unter der Bezeichnung „Roediger Vakuum GmbH" noch vielfach bekannte Unternehmen zählt seit wenigen Jahren zu Firmengruppe „Aqseptence" – eine Wortneuschöpfung aus „Aqua" (Wasser), „Separation" (Trennung) und „Competence" (Wissen). Mit insgesamt 96 Mitarbeitern in Hanau und einem Werk bei Hamburg erstellt das Unternehmen Anlagen und Komponenten rund um die Separations-, Filtrations- und Abwassertechnologie. Die benötigten Service-Leistungen werden ebenfalls angeboten.

Am 10. März besuchte die regionale Arbeitsgruppe des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) das Unternehmen mit Sitz im Hanauer Hafenviertel. Henning Sülzer präsentierte gemeinsam mit seinem Team das Unternehmen. Die Mitglieder des BME-Arbeitskreises erfuhren viel über die vom Unternehmen weiterentwickelte Vakuumtechnik – es gab dazu jede Menge Nachfragen. Auch die Aufstellung des Unternehmens innerhalb der großen Muttergesellschaft mit 23 vollintegrierten Standorten in Europa, Nord- und Südamerika, Asien sowie Australien wurde in der anschließenden Diskussion thematisiert.

Mit Stauen erfuhren die Besucher, dass zum Beispiel im Zuge der Fußball-Europameisterschaft das Fußballstadion in Kiew mit der Vakuum-Sanitärtechnik für 70.000 Zuschauer ausgestattet wurde – eine andere Abwasserentsorgung war nicht umsetzbar. Das weltweit größte Vakuum-Kanalsystem hat das Unternehmen bisher vor der Küste Dubais errichtet: Die künstlich errichtete Palmeninsel „Palm Jumeirah" verfügt über eine Wasser sparende Vakuum-Kanalisation des Hanauer Herstellers. Es galt, 40 km Abwasserleitung für rund 2.000 Villen bei sehr hohem Grundwasserspiegel auf sandigem Boden ohne großes Freigefälle mit nur einer einzigen Vakuumstation statt vielen Pumpstationen zu errichten.

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